Thüringen

Kunst und Kultur

Kulturangebot

Vor dem Verschwinden

Spuren­suche nach vergessener Kunst aus der DDR

Stiftung Ettersberg / Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße
Förderzeitraum 2021-2023

Im Projekt ›VOR DEM VERSCHWINDEN‹ gingen Jugendliche auf Spurensuche nach Kunstwerken aus der DDR. Sie dokumentierten, recherchierten und setzten sich kritisch und künstlerisch mit dem Werk auseinander. Auf www.vor-dem-verschwinden.de, Instagram und einer Sonderausstellung (2023) sind die Arbeiten der Jugendlichen präsentiert. Hier sind noch nie erzählte oder vergessene Geschichten zu baubezogenen Kunstwerken aus der DDR veröffentlicht.

Projekt Social Media

Im Projekt ›VOR DEM VERSCHWINDEN‹ gingen Jugendliche auf Spurensuche nach baubezogenen Kunstwerken aus der DDR. Mit einem eigens entwickelten Projektheft dokumentierten sie nicht nur den Ist-Zustand des Kunstwerks, sondern recherchierten auch zu Werk und Künstler*in, befragten Zeitzeug*innen und Expert*innen. So setzten sie sich kritisch mit dem Kunstwerk aus der DDR sowie dem heutigen Umgang damit auseinander. Ihre Eindrücke und Erfahrungen verarbeiten sie künstlerisch in einer Podcast-Episode, einem Online-Spiel und vor allem eigenen Kunstwerken in einer ähnlichen Technik. Dafür arbeiteten sie mit lokalen Künstler*innen. Sie haben z. B. geschmiedet, ein Wandbild gemalt, Mosaike und ein Glasbild erstellt. Die Ergebnisse aus fünf Projekten in Thüringen konnten sich Besucher*innen 2023 in einer Sonderausstellung in der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße ansehen. Alle Projekte sind außerdem auf www.vor-dem-verschwinden.de und auf Instagram @vor_dem_verschwinden sichtbar. Das Projekt richtete sich an alle Schulformen ab Klasse 9. Da in der DDR-Kunst im öffentlichen Raum immens gefördert und insbesondere Schulgebäude bekunstet wurden, konnte das Projekt thüringenweit in 13 Orten stattfinden. Hauptziel ist es, die historische und kulturelle Bildung zu vereinen. Das kritische Denken von Jugendlichen konnte gefördert werden, indem sie sich ausgehend vom lokalen Kunstwerk mit dessen heutigen Umgang und den Erinnerungen an die DDR kritisch auseinandersetzten. Für die langfristige Auseinandersetzung konnte für und mit Multiplikator*innen eine Handreichung erarbeitet werden, die einlädt, mit Jugendlichen selbst auf Spurensuche zu gehen.

Ich habe gar nicht damit gerechnet, dass hinter so einem Eingangsportal ein Kunstwerk aus der DDR ist.

Joana über das Kunstwerk „Goethes Faust - deutsche Arbeiterbewegung - wissenschaftlich-technische Revolution“ von Johanna Krauß, 1969

Highlight des Projektes

Der Blick der Jugendlichen auf die Kunstwerke aus der DDR zeigt sich am besten in den vielstimmigen Podcast-Folgen. Hier sprechen sie über die Kunstwerke, setzen sich mit Quellen und Expert*innen auseinander. Auch die Frage der Zukunft dieser Kunstwerke wird thematisiert. Außerdem beschreiben die Jugendlichen ihre Ideen, aber auch Schwierigkeiten bei der Gestaltung eigener Kunstwerke.

Das Projekt in Zahlen

13

Spurensuchen

300

Teilnehmer*innen

Das Bundesförderprogramm „Jugend erinnert“ bedeutet für uns Kunstwerke aus der DDR, die uns alle umgeben, aber übersehen werden, durch ein Netzwerk vielfältiger Akteur*innen wieder sichtbar zu machen. Vor Ort Diskussionen über den heutigen Umgang mit den Kunstwerken zu führen und damit Aufarbeitung von Geschichten mit dem Schaffen eigener Kunstwerke zu verknüpfen.

Stiftung Ettersberg / Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße
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