Hamburg

Grenze und Flucht

Geschichte vor Ort

Tor zur Freiheit?!

Ein außerschulischer Lernort zu DDR-Geschichte in Hamburg

Universität Hamburg, Arbeitsfeld Public History und Landeszentrale für politische Bildung Hamburg
Aktuelle Förderrunde

Ziel des Projektes ist es, im Austausch mit Zivilgesellschaft sowie Zeitzeug:innen ein Konzept für einen dauerhaften Lernort zu entwickeln. Dieser soll es vor allem jungen Menschen ermöglichen, sich mit DDR-Geschichte auseinanderzusetzen und auch eigene Erlebnisse und Erfahrungen zu den Themen Flucht, Ankommen und Einleben in einer neuen Gesellschaft zu besprechen und sichtbar zu machen. Dabei soll die Erinnerung an SED-Diktatur und DDR-Unrecht mit der Lokalgeschichte Hamburgs verflochten und damit nachhaltig in der Hansestadt verankert werden. Für die Entwicklung ist ein „Pop-up-Lernort“ vorgesehen, an dem 2026 rund um die Jahrestage von Friedlicher Revolution und Tag der Deutschen Einheit Fragen gestellt, Gespräche geführt und Ideen in Workshops, Lesungen, Performances entwickelt werden können.

Zudem soll der Lernort Zeitzeug:innen die Möglichkeit geben, ihre Erinnerungen langfristig zu hinterlegen und damit zu bewahren. Mit dem außerschulischen Lernort sollen Räume für Menschen, aber vor allem auch mit Menschen geschaffen werden: Ihre Wünsche, Bedürfnisse und Ideen zur Umsetzung werden einbezogen, damit der Lernort ein Ort für alle werden kann. Dies soll durch einen „Inkubator“ als „Pop-Up-Lernort“ geschehen. Der Inkubator fungiert als ein temporärer Ort der Zusammenkunft inmitten von hochfrequentierten Orten Hamburgs und soll dabei maximale Sichtbarkeit herstellen. Ziel des Projektes „Tor zur Freiheit?! Ein außerschulischer Lernort zu DDR-Geschichte in Hamburg" ist die Entwicklung eines tragfähigen Konzepts für einen solchen Lernort in Hamburg. 

Im Projekt greifen wir auf erhaltene Strukturen aus dem Projekt Orte der (Un-)Sichtbarkeit zurück. Dazu gehören Ressourcen wie der Audiowalk, Bildungsmaterialien und eine entstandene Begleitausstellung zum Audiowalk. Zudem arbeiten wir eng mit Zeitzeug:innen zusammen und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartner:innen, die das Projekt unterstützen:

1. Grenzhus Schlagsdorf
2. Stasi-Unterlagen-Archiv-Rostock 
3. Lernort Demokratie Verden
4. Bremer Bündnis für deutsch-tschechische Zusammenarbeit

© Bundesstiftung Aufarbeitung, Günter Bersch, Bersch-038-A070-2017