Schifflersgrund inklusiv
Mit „Schifflersgrund inklusiv“ möchte das Grenzmuseum Schifflersgrund bis 2028 möglichst viele Barrieren abbauen und Angebote mit und für Jugendliche mit besonderem Vermittlungsbedarf entwickeln. Auf Augenhöhe mit Schülerinnen und Schülern von Förderschulen und Jugendlichen aus einer Einrichtung der Jugend- und Migrationshilfe, entstehen dabei Konzepte für Führungen, barrierearme taktile Lernmaterialien sowie digitale Guides in Gebärdensprache und einfacher Sprache. Darüber hinaus ebnen institutionelle Kooperationen, Weiterbildungen und Expert*innengespräche den Weg zu einer integrativen oder sogar inklusiven Gedenkstätte, von der auch langfristig möglichst viele Besucherinnen und Besucher profitieren können. Ein Ausstellungsprojekt zum Thema „Grenzen“ eröffnet am Ende einen offenen Dialograum für Alle.
In drei Schritten zu einer barriereärmeren und inklusiveren Gedenkstätte:
In einer ersten Projektphase werden die Mitarbeiter*innen sowie die ehrenamtlichen Besucherbegleiter des Grenzmuseums Schifflersgrund für die besonderen Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten, Hörbeeinträchtigungen sowie von Jugendlichen mit Migrationshintergrund sensibilisiert. In Beratungsgesprächen mit Expertinnen und Experten sowie in Kooperationsgesprächen mit Bildungs- und Jugendhilfeeinrichtungen sollen institutionelle, sprachliche und kognitive Barrieren für Lernortbesuche identifiziert werden. Weiterbildungen in den Bereichen Gebärdensprache, Leichte und Einfache Sprache ebnen erste Wege für die weitere Projektarbeit.
In der zweiten Projektphase arbeitet das Grenzmuseum Schifflersgrund mit den Jugendlichen auf Augenhöhe an neuen Bildungsformaten und -angeboten. Es entstehen Konzepte für Führungen, barrierearme taktile Lernmaterialien sowie digitale Guides in Gebärdensprache und einfacher Sprache. Durch die dauerhafte Zurverfügungstellung der neuen Angebote profitieren schließlich auch andere Besucherinnen und Besucher des Grenzmuseums von den Projektergebnissen.
In einer dritten Projektphase entsteht – ebenfalls mittels Ko-Kreation und Partizipation – ein Ausstellungsprojekt zum Thema „Grenzen“. Dabei entwickeln die Jugendlichen neue, aktuelle, abstrakte und individuelle Perspektiven auf dieses Thema und dokumentieren ihre Gedanken, Ideen und Impulse in Form von filmischen Interviews. Es entsteht eine hybride Ausstellung mit Medienstation und interaktiver Dialogwand, die jeden Museumsbesucher zum Mit- und Weiterdenken einlädt. Die Inhalte der Medienstation werden zudem als Online-Ausstellung über die Homepage des Grenzmuseums Schifflersgrund verfügbar gemacht.

Wir wollen Barrieren abbauen, auf Augenhöhe mit neuen Zielgruppen verständliche und anregende Bildungsangebote entwickeln und mit einer interaktiven Ausstellung über das Thema „Grenzen“ einen offenen, inklusiven Dialog mit allen Gedenkstättenbesucher*innen anregen.
