Die Mauer muss weg! Tear down this wall
Streetart und Demokratisierung
Das Projekt macht durch die Gestaltung von Wandbildern im öffentlichen Raum die historische Erinnerung an die Demokratisierungsprozesse innerhalb der DDR-Diktatur und darüber hinaus im Zusammenwachsen Europas lebendig und verbindet diese auf innovative Weise mit den aktuellen Erfahrungen und politischen Auseinandersetzung von jungen Menschen. Deutsche und internationale Studierende leisten durch den Einsatz kreativer Methoden einen Beitrag zu einer multiperspektivischen Erinnerungskultur und gestalten selbstverantwortlich demokratische Teilhabe. Street Art überwindet nicht nur Sprachbarrieren und schafft ein Gemeinschaftsgefühl sowie gegenseitigen Respekt unter den Beteiligten, sondern eröffnet auch für diese und die späteren Betrachter:innen emotionale Brücken zwischen Geschichte und Gegenwart.
Die Workshops, an denen bis zu 30 Studierende aus verschiedenen Nationen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen teilnehmen können, beinhalten Informationseinheiten und Exkursionen zur DDR-Geschichte sowie zur Friedlichen Revolution (u.a. Gedenkstätte Berliner Mauer). Diese werden von Diskussionen um gegenwärtige Probleme wie Rassismus, politischen Extremismus und Homophobie ausgehend von den Erfahrungen der Teilnehmenden ergänzt sowie von kreativen Einheiten, in denen die Technik zur Gestaltung von Wandbildern vermittelt und Beispiele in der Stadt aufgesucht werden (z.B. East-Side-Gallery). Im Rahmen des Workshops wird gemeinsam mit allen Beteiligten ein Wandbild gestaltet.
Der gesamte Entstehungsprozess der Wandbilder wird von einem Videoblog begleitet, der später auch die Grundlage für die Gestaltung der Augmented Reality Elemente bildet, die in die Wandbilder integriert werden. Mithilfe der Augmented Reality Elemente werden dabei nicht nur historische Dokumente, sondern auch Zeitzeugengespräche und Statements der Teilnehmer:innen dokumentiert und in das Kunstwerk „virtuell“ integriert.
Durch die Verbindung von historischem Lernen, Street-Art-Workshops und Augmented Reality werden die Teilnehmer:innen befähigt, die historischen Erfahrungen in ihre eigene Gegenwart zu übertragen. Dabei stellen sie sich gemeinsam der Frage „Welche Mauern müssen wir heute einreißen?“, indem der Prozess der Erstellung sowie die historische und die aktuelle Dimension zusätzlich mithilfe von Augmented Reality Elementen sichtbar gemacht werden, wird damit nicht nur das Demokratieverständnis der Teilnehmer:innen, sondern auch von späteren Betrachter:innen vertieft.
Es sind bis zu vier zweiwöchige Workshops in Berlin, in Straßburg und Frankfurt(Oder) geplant.

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