Bruchlinien
Lebenswege zwischen Freiheit und Unterdrückung
“Bruchlinien – Lebenswege zwischen Freiheit und Unterdrückung” eröffnet jungen Menschen mit Migrationsgeschichte neue Zugänge zur deutschen Geschichte. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen von Freiheit und Unterdrückung während der deutschen Teilung, der SED-Diktatur und nach der Wiedervereinigung. Jugendliche aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern verbinden historische Ereignisse mit ihren eigenen Erfahrungen zu Migration, Menschenrechten und Rassismus. In Exkursionen, Zeitzeug*innengesprächen und kreativen Workshops entstehen persönliche Zugänge, die Geschichte lebendig machen. Eine Wanderausstellung und digitale Plattform präsentieren die Ergebnisse und fördern eine plurale Erinnerungskultur, die Vielfalt sichtbar macht und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt.
Dabei können Gemeinsamkeiten in den unterschiedlichen Erfahrungen festgestellt werden, die neue Perspektiven eröffnen und den gesellschaftliche Zusammenhalt stärken. Das Projekt richtet sich an Jugendliche, die heute in Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein leben. Sie erhalten die Möglichkeit, regionale und überregionale Bezüge zur deutsch-deutschen Geschichte zu entdecken, diese kritisch zu reflektieren und mit ihren eigenen Erfahrungen von Migration und Zugehörigkeit zu verbinden. So wird Geschichte nicht abstrakt vermittelt, sondern zu einer lebendigen Auseinandersetzung mit Fragen nach Freiheit, Ausgrenzung und Zusammenhalt in der Gegenwart. In Rahmen von Exkursionen, Gesprächen mit Zeitzeug*innen und einer einwöchigen Autumn School begeben sich die Teilnehmenden auf regionale Spurensuche und setzen sich intensiv mit persönlichen Geschichten auseinander. In kreativen Workshops, zum Beispiel zu Fotografie oder kreativem Schreiben, entwickeln sie eigene Zugänge zu diesen Themen. Sie setzen historische Erfahrungen nicht nur in Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen, sondern auch zu ihrer eigenen Familien- und Migrationsgeschichte.
Die Ergebnisse dieser Prozesse werden in einer Wanderausstellung festgehalten. Neben der physischen Ausstellung wird auch eine digitale Version entwickelt, die langfristig für Schulen und Interessierte zugänglich sein wird. Gemeinsam mit verschiedenen Partner*innen aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern trägt das Projekt dazu bei, eine plurale Erinnerungskultur zu fördern, die unterschiedliche Perspektiven sichtbar macht und den gesellschaftlichen Dialog stärkt.
Erinnerung ist kein fertiges Bild – sie verändert sich, wenn neue Stimmen dazukommen.
