Netzwerkveranstaltung der Projektträger
Am 16. April 2026 fand im Veranstaltungssaal der Bundesstiftung Aufarbeitung die erste Netzwerkveranstaltung der zweiten Förderrunde von „Jugend erinnert“ statt.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie neue Zielgruppen für die Projektarbeit gewonnen werden können. Ziel war es, gemeinsam neue Perspektiven und Strategien zu entwickeln, um junge Menschen anzusprechen, die sich von klassischen Bildungsangeboten bislang wenig angesprochen fühlen. Gleichzeitig gab es Raum, Best Practices sichtbar zu machen und neue Kooperationen zwischen den Projektträgern anzustoßen.
Nach einer Begrüßung durch das Projektbüro fanden zwei Icebreaker zum Kennenlernen statt. Sie ermöglichten einen persönlichen und empathischen Einstieg in das Thema Zielgruppengewinnung.
Im Anschluss an eine weitere Selbstreflexionsaufgabe folgte ein von Tom Adam (Projektbüro) moderiertes Podiumsgespräch mit dem Titel „Zielgruppengewinnung in der politischen Bildungsarbeit im Dialog: Praxis trifft Wissenschaft“. Auf dem Podium diskutierten Stephanie Roth von der Gedenkstätte Hohenschönhausen und David Jugel von der Technischen Universität Dresden zentrale Fragen der Zielgruppenansprache. Dabei wurden unter anderem erfolgreiche Ansätze aus der Praxis der Gedenkstätte beleuchtet sowie die Bedeutung von Begegnungsräumen für politische Bildungsarbeit diskutiert. Weitere Themen waren die Bereitschaft junger Menschen, sich auf politische Inhalte einzulassen, die Ansprache von Jugendlichen im ländlichen Raum sowie die Frage, welche Rolle Künstliche Intelligenz künftig in der Ansprache junger Zielgruppen spielen wird.

Nach der Mittagspause präsentierten die Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein, das Grenzmuseum Schifflersgrund und die Gedenkstätte Lindenstraße ihre Projekte und gaben Einblicke in ihre jeweiligen Strategien zur Gewinnung neuer Zielgruppen. Daran anschließend arbeiteten alle Projektträger in Kleingruppen weiter und diskutierten anhand konkreter Leitfragen mögliche Ansätze für ihre eigene Projektarbeit. Die Ergebnisse wurden zum Abschluss in der Gesamtgruppe zusammengetragen und zentrale Impulse für die weitere Arbeit festgehalten.

Das Projektbüro dankt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre engagierte Mitwirkung und den konstruktiven Austausch!